• VHS digitalisieren lassen in der Schweiz

Qualität von Videokassetten.

Wie lange kann man alte Videokassetten noch digitalisieren? Länger als manch einer Ihnen glauben machen will, ich würde sogar behaupten, es gibt vorher keine Abspielgeräte mehr. Massenkopierwerke müssen Ihre Videorecorder füttern und nutzen dazu jedes Mittel. Die Qualität von alten Videokassetten kann natürlich nicht mit dem heutigen HD-Format mithalten. Den grössten Qualitätsverlust erleiden alte Videokassetten aber spätestens bei der minderwertigen Überspielung bei einem der vielen, unseriösen Billiganbietern. Wer seine Videokassetten auf Video-DVD kopiert, ob professionell oder als Amateur, hat die Qualität schon deutlich reduziert. Leider kopieren noch immer viele Anbieter mit alter Technik, weil man damit in kurzer Zeit viele Kassetten digitalisieren kann. Von mir erhalten Sie eine deutlich aufwendigere Digitalisierung in Originalqualität mit einer Grösse von ca. 14 Gigabyte pro Stunde Video. Je kleiner die Videodatei, umso schlechter die Qualität. Bei vielen Anbietern sind es im besten Fall noch 2-3 Gigabyte pro Stunde, quetscht man 2 Stunden auf eine Video-DVD sind es gerade noch 1-2 Gigabyte.

 

Die Qualität ist jedoch von einigen wichtigen Faktoren abhängig, auf die ich keinen Einfluss habe. Bei der Auswahl der Kamera haben Sie zum ersten Mal über die Qualität der Aufnahmen entschieden, schon dort gab es grosse Unterschiede. Original Kamerakassetten wie VHS-C, video8, Hi8, Digital8 oder MiniDV, welche selten abgespielt wurden sind meistens am besten erhalten. Wurde jedoch der Videokopf nie gereinigt, können schon dort hässliche Fehler entstanden sein. Wurden von den Kamerakassetten Kopien erstellt, wie z. B. von VHS-C auf VHS oder noch schlimmer von MiniDV auf VHS oder wurden die Filme nachbearbeitet, ist der Schärfeverlust und das Bildrauschen schon deutlich sichtbar. Ist es im schlimmsten Fall sogar eine Kopie von einer Kopie, sind wir an der untersten Stufe der möglichen Qualität angelangt.   

 


Die Qualität hängt natürlich auch von der Bedienung der Kamera ab.

Und dann kommt da noch der Kameramann ins Spiel ;-) Videokassetten weisen in den ersten 1-2 Minuten mehr Dropouts auf, wurde dies nicht einberechnet, sind die Fehler auf Ihren Aufnahmen. Sie drücken Start und sprechen bevor die Mechanik in der Kamera bereit ist, der Ton ist angeschnitten. Haben Sie gegen das Fenster oder die Sonne gefilmt, sind die Personen davor zu dunkel. Wurde in den Bergen mit starker UV-Strahlung ohne UV-Filter gefilmt, weisen die Bilder einen violetten Farbstich auf. Wurde der falsche Weissabgleich verwendet, ist der Schnee blau anstatt weiss oder im Innenbereich ist die Wand rot anstatt weiss. Bei der Theateraufführung Ihrer Kinder wurde die Belichtung in der Totale manuell eingestellt, dadurch sind Ihre Kinder bei einer Nahaufnahme überbelichtet und kaum zu erkennen. Diese und noch viele weitere Fehler können teilweise gar nicht oder nur sehr zeitaufwendig korrigiert werden und sind im Preis nie inbegriffen.    

 

Wichtig ist, dass Ihre Videokassetten verschlossen und vor Staub, direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit geschützt wurden und weit weg von magnetischer Strahlung wie z. B. einem Lautsprecher aufbewahrt wurden. Bei den meisten Problemen ist nicht das Alter, sondern eine defekte Kamera oder die falsche Lagerung der Kassetten schuld. Alte Videokassetten halten, wenn sie nicht irgendwo ungeschützt herumliegen, länger als manch einer Ihnen erzählt. Trotzdem sollten sie sicherheitshalber digitalisiert werden, denn gute Abspielgeräte sind nur noch schwer zu finden und Ersatzteile nicht mehr erhältlich.

So sehen gut erhaltene Videokassetten aus dem Jahr 1989 von mir digitalisiert aus

Diesen Film dürfen Sie gerne Downloaden und ausprobieren.


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